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Alt 16.03.2013, 22:00
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pate_911sc pate_911sc ist offline
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Zitat von Siegerländer Beitrag anzeigen
Hallo Wolfram,

die Historie von meinem Schätzchen ist relativ schnell geschrieben:
Mein Vater kaufte den damals rund anderthalb Jahren alten 11er. Ich hatte eine Kleinanzeige in der Regionalzeitung gefunden und es war nicht besonders schwierig meinen Vater davon zu überzeugen, den 924 gegen den 911 zu tauschen. Mit meinen 16 Jahren hatte ich im Hinblick auf den 18. Geburtstag dabei auch so meine Hintergedanken .

Die nächsten Jahre lief der Gute als Zweitwagen und mit der Zeit durfte ich dann auch mal. Bis dann 1986 kurz nach einem Wechsel der Kettenspanner (beim Porschehändler) der Motor komplett das Zeitliche segnete (Kette war übergesprungen, Ventil abgerissen und hatte sich durch den Kolben den Weg zur Kurbelwelle gesucht).
Elfer wurde erstmal still gelegt und ein Ersatzmotor gesucht. War damals ohne Internet doch etwas mühseliger.



Ich glaube, so etwa zwei Jahre später lief er wieder bis etwa 1994. Es standen wieder einige Arbeiten an, aber die Zeit fehlte (und ich hatte mir auch vorgenommen, meinen Vater vom 11er zu "entwöhnen" ).

Ich hatte dann begonnen das gute Stück zu zerlegen. Da mir aber die Zeit fehlte, blieb alles schön ungeordnet in der Garage liegen.
1998 holte dann eine "freie" Porschewerkstatt die Teile und Karosse ab und setzte alles wohl aufbereitet wieder zusammen.
Die "Entwöhnung" hatte leider über die Zeit auch nicht gefruchtet und zu meinem Ärger stellte ich fest, daß mein alter Herr wieder Runden drehte. Pörschi stand die Woche über in der elterlichen Garage und ich war arbeitsbedingt über nicht in der Nähe. Was also tun? Mitnehmen konnte ich ihn - den Porsche nicht meinen Vater - nicht. Die Erleuchtung: Ein Auto was nicht fährt, is nix wert. Also hab ich jeden Sonntagabend das rote Relais gezogen und einen der Pins mit Tesaband umwickelt und wieder gesteckt. Cool, Entwöhnung erfolgreich.
Nachdem ich dann mal meinen Lebensmittelpunkt gefunden habe und dann auch eine Garage zur Verfügung stand, habe ich das Schätzchen mitgenommenn und endlich "bei mir".

Leider fehlt immer noch die Zeit, so daß ich in den warmen Monaten eines Jahres es kaum schaffe eine Tankfüllung zu "vernichten".

Aber da nicht nur das Fahren sondern auch das Schrauben für Entspannung sorgen, werden die kleineren Erhaltungs- und Verschönerungsarbeiten in Eigenleistung erledigt.
Und was soll ich sagen, der Porsche-Virus hat auch schon meine neun Jahre alte Tochter erfasst. Da lag ich unterm Auto und schraubte, da kniete sie sich neben mich und fragte: "Papi, das machst Du doch, damit ich später, wenn ich den Führerschein habe, den Pörschi bekomme und damit fahren kann, oder?"

Alle Unterlagen, wie Kaufvertrag, Rechnungen usw., sind abgeheftet und füllen einen Ordner, so daß meine Tochter auch die Historie immer nachvollziehen kann.

So, nun drücken wir mal die Daumen, daß endlich das Frühjahr erwacht.

Mit besten Grüßen
Roland
Hallo Roland,

eine schöne Geschichte und witzig geschrieben. Ich finde, Du hattest doch grosses Glück, schon in jungen Jahren Porsche fahren zu dürfen. mein Onkel war so pingelig, dass ich erst zu meinem Hochzeitstag einen 3.2 Carrera bewegen durfte. Aber der Porsche Virus entwickelte sich bei mir schon in frühester Kindheit, das erste Auto in dem mitfuhr war ein 2.4 T. Nach dem Tod meines Onkels habe ich dann den Targa übernommen, weil ich nicht wollte, dass er verkauft wird, obwohl ich mit 3 Jungs auch nicht wirklich viel Zeit zum Fahren habe. Bei meinem ersten Treffen bei K&W sind dann alle Dämme gebrochen. Insbesondere die Urelfer haben es mir angetan, mein letzter Erwerb ist ein 2.2 Coupé in hellelfenbein.

Vielleicht sehen wir uns ja beim Jahrestreffen, Frankenau liegt ja ziemlich in der Mitte.

Einen guten Saisonstart,

WOlfram
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